Unser podologisches Angebot

Unsere podologischen Dienstleistungen beruhen auf medizinischem Fachwissen sowie bewährten und modernen Behandlungstechniken.

Podologin Veronika behandelt die Füsse einer Patientin.

Medizinische Fusspflege

Durch unsere fundierte, sechsjährige Ausbildung – bestehend aus einer dreijährigen Berufslehre EFZ sowie einem dreijährigen berufsbegleitenden Studium HF – sind wir als diplomierte Podologinnen HF Ihre kompetente Anlaufstelle bei sämtlichen Fuss­beschwerden. Unsere Spezialisierung liegt auf der podologischen Versorgung von Risikopatient*innen, wie beispielsweise:

  • Diabetisches Fusssyndrom,
  • Durchblutungsstörungen,
  • und anderen komplexen Grunderkrankungen.

Die Podologie bietet eine adäquate, medizinische Behandlung für unterschiedlich stark ausgeprägte Fuss- und Nagelbeschwerden. Unsere Leistungen richten sich nicht nur an Risikopatient*innen, sondern auch an alle, die bei bestehenden Fuss- oder Nagelproblemen professionelle Unterstützung benötigen. Unser Ziel ist es, Ihre Selbstständigkeit zu fördern und Behandlungsintervalle zu minimieren. Unsere Preise sind transparent nach Zeit- und Materialaufwand kalkuliert. Die genaue Dauer einer Behandlung hängt von Ihrem individuellen Bedarf ab.

Wir freuen uns darauf, Sie individuell zu beraten und gemeinsam die besten Lösungen für Ihre Fussgesundheit zu finden.

Preisliste

Erstkonsultation & Anamnese

Die Anamnese und Befundaufnahme von Patient*innen erfolgt bei der Erstkonsultation. Die Anamnese (gr. Gedächtnis/Erinnerung) dient als Grundbaustein zum Erstellen des podologischen und therapeutischen Behandlungsplans sowie der gezielten Beratung. Wir prüfen regelmässig die Aktualität und passen die Angaben bei Bedarf an.

Die Anamnese umfasst:

  • Erfassung der Krankengeschichte bzw. Vorgeschichte
  • Diagnostische Untersuchungen (apparativ, klinisch)
  • Podologische Diagnosestellung, Befund
  • Erstellen eines podologischen Therapie- und/oder Behandlungsplans (präventiv, rehabilitativ und kurativ)
  • Beratung und Instruktion
Die Podologinnen Madlen und Veronika suchen ein Dokument in einem Ordner.

Medizinische Fussbehandlung

Wir bieten umfassende sowie gezielte medizinische Fussbehandlungen an – unter Verwendung modernster Behandlungsgeräte und manueller Techniken.

  • Abtragen von übermässiger, störender Hornhaut (Hyperkeratose), Schwielen und Hautrissen/​Schrunden (Rhagaden) mittels Skalpelltechnik
  • Fachgerechtes Entfernen von Hühneraugen (Clavus, Clavi)
  • Behandlung von eingewachsenen, entzündeten oder schmerzenden Zehennägeln (Unguis incarnatus, falsch geschnittene Zehennägel, Umläufe = Paronychie, usw.)
  • Behandlung von veränderten Zehennägeln (z. B. Rollnagel, verdicktes Nagelwachstum, Traumanagel, Nagelverlust, usw.)
  • Fachgerechte Nagelpflege sowie Beratung bei Nagelpilzinfektionen oder Verdacht auf Onychomykose. Bitte beachten Sie, dass die Diagnosestellung und Therapieplanung von Nagelpilzinfektionen durch eine ärztliche Fachperson (z. B. Dermatolog*in) erfolgt, da häufig verschreibungspflichtige Medikamente erforderlich sind.
Podologin Veronika behandelt die Zehennägel ihrer Patientin mit einer Fräse.

Wichtige Hinweise

Die podologische Versorgung bei Personen mit einem erhöhten Risiko für Wundheilungsstörungen und/oder Infektionsrisiken liegen in unserem Betreuungsfokus. Die inter­professionelle Zusammenarbeit mit weiteren Fachspezialist*innen ist wesentlich – wir pflegen dieses Netzwerk aktiv.

Mögliche Risikofaktoren:

  • Diabetes mellitus Typ 1 und 2 mit dem diabetischen Fusssyndrom (Polyneuropathie, PAVK, St. n. Amputation, Malum perforans florid/abgeheilt, etc.)
  • Durchblutungsstörungen (arteriell/venös)
  • Blutverdünnende Langzeitmedikation
  • Rheumatische Erkrankungen (z.B. Rheumatoide Arthritis)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Immunsupprimierende Medikamente
  • Patient*innen der Onkologie, Chemotherapie, Immun- und oder Zytostatikatherapie, usw.
  • Patient*innen mit Niereninsuffizienz mit/ohne Dialyse
  • Neuropathie(n)
  • Hemiplegie, Paraplegie, Tetraplegie
  • schwere Fussdeformitäten/​Fehlstellungen mit rezidivierenden Druckstellen
  • uvm.

Die aktuelle Liste zur Definition von Risikogruppen bei podologischen Behandlungen des SPV & OPS finden Sie unter folgendem Link.

Risikogruppen

Mit einer entsprechenden ärztlichen Verordnung können wir bei Personen mit Diabetes mellitus und einem diabetischen Fusssyndrom podologische Leistungen über die Grundversicherung abrechnen.

Verordnungsformular

Wichtig:

  1. Nur korrekte und vollständig ausgefüllte Verordnungs­formulare können berücksichtigt werden. Bitte stellen Sie vor der Konsultation bei uns sicher, dass bei Ihrer Verordnung eine entsprechende Diagnose (A, B oder C) durch die Ärztin/den Arzt angekreuzt worden ist.
  2. Eine Verordnung und die Anzahl der verordneten Sitzungen (je nach Diagnose 4 – 6 Sitzungen) gilt pro Kalenderjahr und kann nicht überschritten werden. Eine Verordnung ist immer bis Ende eines Kalenderjahres gültig.
  3. Aktuelle Krankenkassen­karte mitnehmen
  4. Medikations- und Diagnoselisten, ärztliche Berichte usw. können die Erfassung der Krankengeschichte (Befundaufnahme) verbessern. Bitte bringen Sie diese zur podologischen Sprechstunde mit.
  5. Bei Fragen/Unklarheiten können Sie uns gerne kontaktieren.

Gerne setzen wir Sie darüber in Kenntnis, dass gem. Art. 11c KLV ausschliesslich das diabetische Fusssyndrom zum podologischen Leistungsbereich der Grund­versicherung zählt. Andere Risikogruppen, chronische Erkrankungen ohne ein DFS sind aktuell nicht abrechenbar. Das Verordnungsformular gilt ausschliesslich für das Diabetische Fusssyndrom und ist nicht übertragbar. Je nachdem übernehmen einzelne Zusatzversicherungen gewisse Anteile von podologischen Behandlungs­kosten. Die individuellen Kostenübernahmen von Zusatzversicherungen müssen von den Patient*innen eigenständig abgeklärt werden. Ansonsten sind die podologische Behandlungen selbst zu bezahlen (Barzahlung oder alle gängigen Debit- und Kreditkarten).

Podologische Hilfsmittel

Die Podologie bietet neben der konservativen Fussbehandlung weitere Techniken an, welche Fussbeschwerden mindern. Wir streben an, die podologischen Hilfsmittel gezielt im Behandlungsplan einzusetzen, um effektive Ergebnisse mit grösstmöglicher Unabhängigkeit zu erreichen. Wir beraten Sie individuell, welches Hilfsmittel für Sie am besten geeignet sein könnte, wie sich der Behandlungsverlauf gestaltet und was es zu beachten gilt. 

Zur Entlastung und Korrektur, sowie als Haltemassnahme nach einer Therapie von eingewachsenen oder druckempfindlichen Zehennägeln kommen Nagelspangen zum Einsatz, welche auf der Nagelplatte appliziert werden. Mit einer Nagelspange bezwecken wir, dass eine mögliche chirurgische Nageloperation umgangen werden kann, indem die Nagelform aktiv korrigiert wird.

  • Titan-Spange (Draht-Spange)
  • BS-Spange (Klebe-Spange)
  • Composit-Spange

Individuelle angefertigte Silikon-Orthese nach Mass, welche schmerzende, rezidivierende Druckstellen im Zehenbereich entlasten und vorbeugen. Es wird ein medizinisches Zwei-Phasen Silikon eingesetzt, welches eine hohe Hautverträglichkeit aufweist.

Künstlicher Ersatz oder Stärkung der Nagelplatte aus medizinischen Gel-Materialien, welche mittels UV-Lampe ausgehärtet werden. Die Anwendung ist z.B. bei Nagelverlust, Traumanagel, brüchigem Nagel oder Nagelpilzbefall möglich, sowie ästhetischen Ansprüchen.

  • Überzug
  • Teilersatz Nagel
  • Kompletter Aufbau

Informationen zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse

Ich bin Patient*inIch bin eine medizinische Fachperson
Podologin Veronika nutzt ein Poster über die Fussanatomie beim Beratungsgespräch.